Chronische metabolische Azidose

Bild von Zitronen. Link zur Übersäuerung

Was ist eine chronische metabolische Azidose (cmA)?

Eine chronische metabolische Azidose (cmA), ist eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Körpers. Normalerweise kümmern sich vor allem unsere Nieren darum, dass die Säuren in unserem Körper neutralisiert werden und der pH-Wert des Blutes im Normalbereich bei 7,35–7,45 bleibt, indem sie Basen produzieren und Säuren über den Urin ausscheiden. Bei Menschen mit einer verminderten Nierenfunktion können die Nieren diese Aufgaben nicht mehr vollständig bewältigen. Dadurch kommt der Körper in eine saure Stoffwechsellage: Zuerst sinkt der Bicarbonatgehalt des Blutes unter den Normalwert von 22 mmol/l. Wenn die Situation wirklich schlimm wird, sinkt auch der pH-Wert unter 7,35.

Ist der Körper nur für eine kurze Zeit zu sauer, z.B. nach großer sportlicher Anstrengung, ist das nicht so schlimm. Gerät der Säure-Basen-Haushalt jedoch länger als drei Monate aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer chronischen metabolischen Azidose (cmA).

Kompakte Informationen zur cmA finden Sie hier.


Raphael KL. Metabolic Acidosis in CKD: Core Curriculum 2019. Am J Kidney Dis. 2019;74(2):263-275. doi:10.1053/j.ajkd.2019.01.036.